20. September 2020

V60: Demontage & Antrieb #1

Zunächst wird das Modell zerlegt: Nach dem Lösen der beiden Kreuzschlitzschrauben auf der Unterseite lässt sich das Gehäuse mitsamt des Gewichts vom Rest abheben. Durch leichtes spreizen sowohl des Führerhauses als aus des restlichen Lokgehäuses lassen sich die drei Teile von einander Trennen. Um die untere Hälfte in die Einzelteile zu zerlegen, muss lediglich die Schraube gelöst werden, mit der der Motor befestigt ist. Der Rest ist gesteckt. Ein wenig Vorsicht ist bei der Zerlegung der Rangierbühnen geboten, hier gibt es einige Teile, die zu viel Gewalt mit konsequenter Boshaftigkeit in Form eines Totalschadens quittieren. Die obere Gitternachbildung ist mit zwei feinen Stiften in das Element mit den Trittstufen eingesteckt. Die Stifte sind dabei zum Teil auf der Unterseite verklebt, wobei sich die Klebestelle problemlos mit einer scharfen Klinge entfernen, und das Gitter nach oben abziehen lässt. Danach wird das Geländer ebenfalls vorsichtig nach oben abgezogen; Hier sind die Griffstangen ggf. in kleinen Löchern mit den Trittstufen verklebt, lösen lassen sie sich wieder wie die Gitterabbildung oben. Die Puffer sind nur gesteckt und halten auch die Nachbildung der Pufferbohle.

Radsätze

Die RP25/88 Radsätze stammen von Holger Gräler. Da die angetriebene Achse fest eingebaut ist, muss das Modell für den Einbau im Regelfall eingeschickt werden – es sei denn, man hat einen befreundeten Hobbykollegen, der dabei ist von Finescale auf H0pur umzusteigen und für den es gleich ist, ob er NEM-Radsätze austauschen lässt oder Radsätze nach RP25/88. In diesem Fall kann das Fahrwerk im Rahmen der sowie anstehenden Umbauarbeiten einfach ausgetauscht werden.

Fräsarbeiten

Der größte Aufwand fällt für den Einbau des Decoders an – zumindest wenn man ein Modell aus einer älteren Serie als Basis für den Umbau verwendet. Unterhalb des kürzeren Vorbaus muss eine Aussparung in das Metallgewicht gefräst werden, die man praktischer Weise direkt so anlegt, dass die Anschlusskabel des Decoders später unter den Einsatz mit der Inneneinrichtung herlaufen. Darauf achten, dass der Decoder so tief liegt, dass der unter dem Vorbau verlaufende Lichtleiter genug Platz hat.

Weiterhin befindet sich zwischen dem alten Motor und der Schwungmasse im Auflagebereich des Rahmens ein kleiner Steg. Für den neuen Motor (SB-Modellbau) von muss dieser entfernt werden, sonst lässt sich der Motor nach dem Anziehen der Befestigungsschraube nicht frei drehen.

Arbeiten an der Platine

Die elektronischen Bauteile auf der Platine sind für den Betrieb mit Decoder unnötig, im schlechtesten Fall können sie sich sogar negativ auf den Betrieb des Decoders. Also raus damit, ebenso mit den kurzen Kupferlaschen, über die der Roco-Motor mit Strom versorgt wird – der Anschluss des neuen Motors erfolgt später über Lötverbindungen.


Um die Lampen mit dem Decoder zu schalten, dürfen ferner die Leiterbahnen zwischen Stromabnahme (grüne Markierung) und Lampe nicht bestehen bleiben. Ein kurzer Schnitt (rote Linie) auf jeder Seite der Platine kappt diese Verbindung, danach wird auf einer Seite eine Verbindung (blaue Linie) zwischen den beiden Lampen hergestellt (an diese Seite wird später der gemeinsame Rückleiter angeschlossen), womit die Arbeiten an der Platine erledigt sind.

Motor

Nach den eingangs beschriebenen Fräsarbeiten sind für den Einbau des Motors keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Die Befestigung besteht aus einer einzelnen Schraube, welche den Motor von der Unterseite des Modell hält. Die auf dem Foto zu sehenden unterschiedlichen Gewindebohrungen ermöglichen es, den Motor als Ersatz für alle Produktionsvarianten zu nutzen.
Vor dem Zusammenbau des Modells die Lötlaschen vorsichtig in Richtung des Motors biegen, ansonsten ist der Zusammenbau sehr fummelig, zudem sorgt ein Kontakt von Lasche und Gehäuse für eine merkliche Zunahme des Geräuschpegels.

Decoder

Nach den oben beschriebenen Vorarbeiten ist der Einbau des Decoders an der Reihe. Er wird mit doppelseitigem Klebeband in die Aussparung geklebt und die Kabel auf die benötigte Länge gekürzt. Der Anschluss erfolgt nach folgendem Schema: