4. Juli 2020

V60: Antrieb, Teil #2

Nach dem Aufwand, den neuen Motor einzubauen, stellt sich natürlich die Frage, wie sich dieser auf die Fahreigenschaften auswirkt.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Mit dem Erkenntnissen nach diesem Umbau würde ich ein weiteres Modell heute nicht mehr einzeln mit neuen Radsätzen und einem neuen Motor ausrüsten, sondern sofort in ein Pendelachsfahrwerk von Holger Gräler investieren.

Die Fahreigenschaften werden mit dem Motor von Faulhaber zwar deutlich besser, im unteren Geschwindigkeitsbereich ruckelt die Lok jedoch Getriebebedingt minimal. Dies mag nicht sofort auffallen, in Kombination mit den Kupplungen von Kadee, welche von Haus aus leicht federn, können sich mehrere Wagen aber merklich “Aufschaukeln”. Ein solcher Zug sieht auf der Anlage alles andere als gut aus und führt den durchgeführten Aufwand ad absurdum.

Da ich es schwierig finde, Modellbewertungen von mir unbekannten Modellbahnern entsprechend meiner Ansprüche zu bewerten, habe ich von den Fahreigenschaften einige Videos gemacht. Dadurch hoffe ich Hobbykollegen die Möglichkeit zu geben, die Fahreigenschaften anhand ihrer eigenen Bewertungskriterien beurteilen zu können. Die Videos zeigen die Lok mit herkömmlichen Kupplungen (oberes Video), bei denen das leichte Ruckeln nicht so extrem auffällt sowie mit Kadee Kupplungen, bei denen es deutlich zu erkennen ist. Die eher bescheidene Qualität der Videos bitte ich zu entschuldigen, mir steht lediglich eine Webcam für Aufnahmen zur Verfügung…

Mit nicht federnden, herkömmlichen Kupplungen
Mit Kadee-Kupplungen, die sich “aufschaukeln”

Pendelachsfahrwerk von Gräler

Nach dem Besuch in der Werkstatt von Holger Gräler präsentiert sich das Innenleben der Lok komplett renoviert: Die beiden äußeren Achsen sind nun angetrieben, wobei die neu mit einem Antrieb versehene Achse pendelnd gelagert und vom alten Getriebeblock nicht mehr viel übrig ist. Das abnehmbare Gewicht, das normalerweise Motor und Getriebe abdeckt, ist fest im Gehäuse verklebt…